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Beschneidung/Zir­kum­zision - Risiken und Nachsorge

Beschneidung/Zir­kum­zision: Risiken & Komplikationen

Beschneidung - Informationen zur Nachsorge

Der Facharzt bzw. Urologe klärt den Patienten im persönlichen Beratungsgespräch ausführlich zu den Risiken der Beschneidung auf. Anbei wurden einleitende Informationen dazu zusammengestellt. Die Beschneidung stellt in der Regel einen risikoarmen Eingriff dar, aber wie bei jeder Operation können auch hier Schwierigkeiten auftreten. Dabei ist sowohl während und unmittelbar nach der OP, als auch im Zusammenhang mit dem Heilungsprozess der folgenden Wochen das Risiko einer Komplikation nicht gänzlich auszuschließen.

Interessierte Patienten und deren Angehörige sollten sich jedoch nicht übermäßig beunruhigen, denn der Großteil der möglichen Komplikationen ist nicht schwerwiegend und kann gut behandelt werden.

Folgende Punkte sind hier zu nennen:

  • Wundinfektionen
  • Nachblutungen (können in der Regel durch einen Druckverband gestillt werden)
  • Anschwellen von Körperbereichen und Auftreten von Blutergüssen
  • Schmerzen
  • Nahtriss durch nächtlich ungewollte Erektionen
  • mögliche Allergien auf das Anästhesiemittel
  • wiederholte Verengung der Vorhaut (kann bei Teilbeschneidungen auftreten)
  • Verletzungen der Eichel oder der Harnröhre während des Eingriffs (eher selten)

Die meisten der genannten Komplikationen können durch das strikte Einhalten der Ruhephasen in der Heilungsphase minimiert bzw. ausgeschlossen werden.

Beschneidung/Zir­kum­zision: Abheilung & Nachsorge

Nach dem Eingriff einer Beschneidung kann es etwa zwei Stunden dauern bis die lokale Betäubung ihre Wirkung verliert und der Patient wieder Gespür in seinem Penis erlangt. Wurde nach einer Zirkumzision ein Verband angelegt, so wird dieser am Folgetag durch den Arzt in der Praxis erneuert und kontrolliert, ob es möglicherweise zu Blutungen gekommen ist.

Der Patient sollte sich in den nachfolgenden Tagen Ruhe gönnen. In dieser Zeit kann es zu Schwellungen und Verfärbungen des Penis kommen. Zur Unterstützung sollte eine Unterhose getragen werden, die den Penis nach oben hällt. Weiterhin wird das Kühlen des betroffenen Bereiches und bei Bedarf die Einnahme von leichten Schmerzmitteln bzw. das Auftragen von Salben empfohlen. Möglicherweise kann es in den Folgetagen beim Urinieren etwas brennen. Um Infektionen vorzubeugen empfiehlt sich ein regelmäßiger Verbandswechsel.

Zusätzlich sollte der Patient während der ersten Woche der Heilungsphase tägliche Penisbäder mit desinfizierender Wirkung nehmen, beispielsweise in Kamille. Die Abheilung dauert in der Regel ein bis zwei Wochen. In diesem Zeitraum werden auch die sich selbstauflösenden Nähte abfallen, daher sollte der Patient nur duschen und auf Baden und auf die Verwendung von Badezusätzen verzichten.

Ein weiterer Kontrollbesuch beim Urologen sollte nach einer guten Woche erfolgen, um den Verlauf der Heilung zu beobachten und bei Bedarf mögliche Komplikationen zu behandeln. Ist die Wunde nach ungefähr zwei bis vier Wochen vollständig verheilt, so darf dann auch wieder sportlichen Aktivitäten nachgegangen werden. Je nach Heilungsverlauf darf der Patient nach dieser Zeit wieder Geschlechtsverkehr haben. Bis dahin darf kein Geschlechtsakt vollzogen werden.

Kommt es während der Abheilung zu Problemen, Entzündungen oder Wucherungen jeglicher Art, ist sofort der Arzt aufzusuchen. Bei möglichen Fragen oder Ängsten wird ebenfalls empfohlen, sich vertrauensvoll an den behandelnden Urologen zu wenden.

Risiken und Nachsorge - Beschneidung Experten